Der leere Stuhl – Setzen Sie Azubi-Bewerbende mit an Ihren Tisch
Ein Blick in Stellenanzeigen zeigt: viel zu oft reden Unternehmen zuerst über sich selbst. Ihre Anforderungen sind wichtig, um den Bewerbern Orientierung zu geben. Aber wenn Sie ihre Aufmerksamkeit wollen, sollten Sie zuerst die Wünsche und Sorgen Ihrer Bewerbenden aufgreifen.
Hier ein paar Tipps, wie Ihnen das leichter gelingt:
- Tipp 1: Erstellen Sie eine Persona für jeden Ihrer Ausbildungsberufe. Wie das geht, zeigt Ihnen u-form Testsysteme Geschäftsführerin Felicia Ullrich in diesem kurzen Video. Eine Vorlage für die Persona können Sie hier kostenlos herunterladen. Wichtig dabei ist, dass Sie und Ihr Team sich wirklich in diese Person hineinfühlen. Am Ende dieses Textes haben wir eine schriftliche Musterpersona erstellt, um Ihnen ein Gefühl dafür zu geben.
- Tipp 2: Wenn Sie oder Ihr Team das nächste Mal über Ihren Azubi-Marketing nachdenken, setzen Sie die Persona mit an den Tisch. Stellen Sie dafür einen leeren Stuhl mit an den Tisch, der sinnbildlich für Ihre Persona steht. Manchmal hilft es, wenn Sie am Anfang die Persona auf den Stuhl kleben.
- Tipp 3: Was immer Sie sich überlegen, fragen Sie sich, was würde sich die Persona wünschen. Was sind ihre Ängste, Sorgen und Bedürfnisse? Was spricht sie an, was gefällt ihr?
- Tipp 4: Denken Sie bei Azubi-Recruiting Kampagnen daran, dass Sie mindestens 5 Kontaktpunkte bieten. Sie sollten auf jeden Fall digital auffindbar sein (z. B. bei der Google-Suche, auf Ihrer Karriereseite oder in Jobbörsen) aber auch persönliche Kontaktpunkte bieten (z. B. durch Praktika, Messebesuche oder einen Tag der offenen Tür).
- Tipp 5: Fragen Sie sich bei jedem Schritt, was die Persona an Informationen braucht, um sich für Ihr Ausbildungsangebot zu entscheiden. Wo findet sie diese Informationen? Sind sie leicht zugänglich und umfassend?
- Tipp 6: Laden Sie auch bei digitalen Besprechungen Ihre Persona mit ein, indem Sie zum Beispiel ein Chart mit der Persona einblenden.
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Die Beispiel-Persona Lukas
Stellen Sie sich vor, Sie sind Lukas: „Lukas“, 16 Jahre alt. Lukas steckt mitten in der Pubertät, in einer Welt, die sich anfühlt wie ein einziger Krisenmodus. Wenn er sein Handy nutzt, sieht er bei TikTok und Instagram Menschen, die mit 19 scheinbar schon Millionäre sind. Der Druck der permanenten Vergleichbarkeit ist sein ständiger Begleiter. Schule ist nicht so seins. Mathe und Technik mag er, aber seine Noten in Deutsch und Englisch sind nicht gut. Seine Eltern meinen, er solle weiter zur Schule gehen, aber eigentlich will er das nicht. Aber wie erklärt er das seinen Eltern? Und ist es vielleicht uncool, heute noch eine Ausbildung zu machen? Hat eine technische Ausbildung überhaupt eine Zukunft bei immer mehr KI und Robotern?
Er ist völlig erschlagen von den 300+ Ausbildungsberufen. Was verbirgt sich hinter „Mechatroniker“? Was ist der Unterschied zum Zerspanungsmechaniker oder Industriemechaniker? Er weiß es nicht. Er hat Angst, eine Entscheidung zu treffen, die ihn sein restliches Leben lang an einen Job fesselt. Er hat Scheu, irgendwo anzurufen (Telefonieren? Horror!), wünscht sich aber händeringend echte Infos, die er online oft nicht findet oder für die er zu viel Text lesen muss.
Wenn Lukas sich nicht meldet oder „unzuverlässig“ wirkt, ist das oft kein Desinteresse – es ist schlicht Überforderung und die Angst, sich falsch zu entscheiden.
Wie die KI unserem Lukas bei seinem Informationsbedürfnis helfen kann, erfahren Sie in unserem neuen Whitepaper „KI mit IQ“ und dem Beispiel von Robby dem Chat-Bot. 👇



