Wie tickt die Generation Z? Um die Ausbildung für die kommende Generation attraktiv zu gestalten, sollten wir ihre Präferenzen, Wünsche und Kommunikationsgewohnheiten kennen. Wenn Sie mehr diese Zielgruppe und ihren Eintritt in den Arbeitsmarkt erfahren wollen, sind Sie hier genau richtig.

Berufsorientierung Praktikum Probearbeit Ausbildung One Week Experience

One Week Experience – Erfahrungen sammeln auf Augenhöhe

Selbst, wenn Schüler eine Idee davon haben, wie ihre berufliche Zukunft aussehen könnte, heißt das noch lange nicht, dass ihnen der Wunschberuf auch wirklich in der Praxis gefällt oder zu ihren Begabungen und Talenten passt. Mögliche Folgen: unmotivierte Auszubildende, verzweifelte Ausbilder und viel zu viele Ausbildungsabbrüche.

Laut der Studie Azbui-Recruiting Trends 2016 wünschen sich Jugendliche einen Ausbildungsberuf, der zu ihren Interessen und Fähigkeiten passt. Die beste Variante herauszufinden, was zu einem passt, ist sicher, es einfach einmal auszuprobieren.

Genau diese Möglichkeit bietet das Social Startup-Unternehmen One Week Experience.

Im Rahmen einer Schnupperwoche soll Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben werden, ihren Wunschberuf im Wunschausbildungsunternehmen kennenzulernen.

Die Idee dahinter ist, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und den Unternehmen die Gelegenheit zu bieten, potenzielle Ausbildungskandidaten schon vorher einmal in ungezwungener Atmosphäre „beschnuppern“ zu können.

Die interessierten Schülerinnen und Schüler begleiten eine Woche lang einen Auszubildenden in seinem Ausbildungsalltag und haben somit einen Ansprechpartner auf Augenhöhe.

Für Unternehmen und Ausbilder bleibt der Organisationsaufwand dabei sehr gering, weil One Week Experience den gesamten Prozess begleitet und übernimmt: Von der Bewerbungsphase, über die Bewerberauswahl bis hin zur persönlichen Betreuung durch die Mitarbeiter von One Week Experience.

Die Größe oder der Bekanntheitsgrad der Unternehmen spielt dabei keine Rolle. Es ist wichtig, dass die Bewerber den Ausbildungsalltag und auch die bereits im Unternehmen angestellten Auszubildenden sowie Ausbilder kennenlernen können und neue Erfahrungen mit neuen Menschen machen dürfen.

Wieso es sich für Ihr Unternehmen lohnen kann, sich einmal auf eine Schnupperwoche einzulassen:

1. Da sich die Teilnehmer auf freiwilliger Basis bewerben, lernen Sie motivierte potenzielle Ausbildungskandidaten kennen und das in ungezwungener Atmosphäre.

2. Durch die Übertragung von Verantwortung stärken Sie nicht nur das Selbstbewusstsein Ihrer Auszubildenden, sondern auch ihr Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen.

3. Ihre eigenen Ideen können eingebracht und das Programm an Ihre Bedürfnisse angepasst werden.

UX-Design für die Ausbildung

Was ist eigentlich UX-Design?

“Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.”
(Ludwig Wittgenstein)

UX-Design – Buzzword oder ernstzunehmende Unternehmenspraxis?

Definition: User Experience (kurz: UX, zu Deutsch: Nutzungserlebnis) beschreibt die Qualität der Wahrnehmung, Erfahrungen und Gefühle des Nutzers, der mit einem System interagiert. Mit System kann hier eine Webseite, eine Software oder Ähnliches gemeint sein.

Die Aufgabe von UX-Designern ist hierbei die Entwicklung, Analyse und Optimierung dieses Nutzungserlebnisses auf Grundlage moderner Designprinzipien, Psychologie und der Mensch-Computer-Interaktion.

Anwendungsbeispiele in der Ausbildung:

  • Verbesserung der Nutzbarkeit von Karrierewebseiten
  • Optimierung der Nutzerfreundlichkeit von Bewerbungsformularen
  • Intuitive Bedienbarkeit in Personalmanagement-Systemen

Weiterführendes:

Fazit: Es handelt sich hierbei ganz klar um mehr als ein verkaufsförderndes Buzzword. UX-Design ist ein ernstzunehmendes Anwendungsfeld, das die Grenzen unseres unternehmerischen Handlungsspielraums erweitert.

Weitere Beobachtungen lohnen sich!

Berufliche Ausbildung oder Hochschulstudium - was ist die bessere Alternative?

Ausbildung vs. Studium – wir müssen den Vergleich nicht scheuen

Wie die OECD die deutsche Berufsausbildung beurteilt (s. u.), wissen wir aus der aktuell veröffentlichten Studie. Aber wie sehen Azubis die duale Ausbildung im Vergleich zum Studium? Haben sie das Gefühl, gut auf das Berufsleben vorbereitet zu sein oder bessere oder schlechtere Chancen zu haben als Studenten?

In unserer Studie Azubi-Recruiting Trends 2016 sind wir auch dieser Frage auf den Grund gegangen und haben einige spannende Erkenntnisse gewonnen. Demnach bewerten die meisten Azubis die Ausbildung durchaus positiv und auch die damit verbundenen Chancen.

Wir haben die SchülerInnen, BewerberInnen und Auszubildenden mit Aussagen zum Thema “Ausbildung oder Studium” konfrontiert. Hierbei gab es die Möglichkeit der Aussage zuzustimmen oder zu widersprechen.
Hier sehen Sie fünf Aussagen im Überblick:

  • Mit einer Ausbildung verdiene ich von Anfang an Geld.
    (88,1 % Zustimmung)
  • Mit einer Ausbildung hat man etwas Handfestes und lernt nicht nur pure Theorie.
    (90,1 % Zustimmung)
  • Viele studieren nur Ihren Eltern zuliebe.
    (42,7 % Zustimmung)
  • Mit einer Ausbildung bin ich mindestens genau so gut für  meine berufliche Zukunft aufgestellt, wie mit einem Studium.
    (59,2 % Zustimmung)
  • Mit einer Ausbildung kommt man meist nicht in Führungspositionen.
    (70,0 % Stimmen nicht zu)

Ein Teilnehmer bringt es auf den Punkt: „Macht die Ausbildung noch attraktiver. Die meisten wissen gar nicht, wie vorteilhaft eine Ausbildung gegenüber einem direkt – nach – der -Schule-Studium ist. Mehr Erfahrung für das spätere Berufsleben sammelt man nirgendwo.“

Weitere Informationen zu unserer aktuellen Studie finden Sie hier.

Scheitern leicht gemacht – oder wie Sie Ihren Azubi erfolgreich verbrennen

Anleitung zum unwirksamen Führen – frei nach Paul Watzlawick

Sie wissen, wie Sie Ihre Azubis fördern und fordern. Sie haben ein gutes Gespür für Ihre anvertrauten Azubis und der Nachwuchs liegt Ihnen am Herzen.

Mit einem gewissen Erstaunen lesen Sie Studien wie die”Reden ist Gold” (s. unten) und fragen sich, wie es Menschen schaffen, Azubis im großen Stil zu vergraulen. Wie Sie das auch schaffen würden, zeigen wir Ihnen im folgenden Artikel.

1. Rechtzeitig überfordern
Geben Sie dem Azubi zu Stoßzeiten, wenn besonders viel zu tun ist einfach noch eine zusätzliche Aufgabe, um Ihn mal richtig ins Schwitzen zu bringen. Fordern Sie die Ergebnisse zeitnah, damit die Überforderungsstrategie auf jeden Fall aufgeht.

2. Unklare Ansprechpartner und Eskalationswege
Lassen Sie den Azubi auf keinen Fall wissen, wohin er sich in Konflikt oder Problemsituationen wenden kann. Erzeugen Sie nachhaltig den Eindruck, er sei mit seinen Sorgen allein. Ein guter Nährboden für Missverständnisse und Frustration.

3.  Mangelnde Fehlertoleranz
Lassen Sie keine Fehler zu. Fehler sind etwas für Faulenzer und Dummköpfe und die brauchen Sie nicht in Ihrem Unternehmen. Gründe für die Fehler müssen auf jeden Fall in der Person und nicht in der Sache gesucht werden. So kann der Azubi nachhaltig kein Selbstvertrauen aufbauen und die Fehlerquelle ist langfristig gesichert.

4. Ungenaue Arbeitsanweisungen
Geben Sie Arbeitsanweisung die, egal wie der Fall ausgeht, dem Azubi immer das Gefühl geben, etwas falsch gemacht zu haben. Wechseln Sie Ihre Zielvorstellungen mitten im Projekt ohne dies kund zu tun. Bauen Sie einen Kanon an Selbstverständlichkeiten auf, den nur Sie kennen und verwalten.

5. Schlechtes Feedback
Sagen Sie doch einfach mal wie Sie etwas finden, ohne Rücksicht auf Form oder Verluste. Sie dürfen hier getrost die Aspekte der Arbeit, die Sie als gelungen empfinden, ignorieren. Schließlich sind wir hier bei der Arbeit und nicht beim Kaffeeklatsch. Also: Fehler aufzeigen und gehen! Das ist die Devise.

6. Nie nach dem Befinden fragen
Dieser Punkt erklärt sich von selbst. Ehrliche Wertschätzung und Empathie sind die größten Feinde unwirksamer Führung. Wie es dem Azubi geht, ist sein Privatvergnügen und kann nicht Ihr Problem sein.
Insgesamt sollten Sie mit Zeichen der Wertschätzung vorsichtig umgehen, um kein unnötiges Motivationsfeuer beim Azubi zu entfachen.

7. Immer deutlich machen, dass die Meinung eines Azubis unwichtig ist
Am besten tragen Sie gleich zu Beginn der Ausbildung dafür Sorge, Ihren Azubi so einzuschüchtern, dass er gar nicht erst auf die Idee kommt, seine Meinung, egal in welchem Kontext, zu äußern.
Sollte es dennoch zu Situationen kommen, in denen ein Azubi eine Idee o. Ä. einbringen möchte, unterbinden Sie dies sofort, um derartig ausartendes Verhalten in Zukunft zu vermeiden. So wird jedem Azubi schnell klar, dass er das niedrigste Ansehen in Ihrem Unternehmen „genießt“ und der Wunsch nach Wertschätzung seiner Arbeit tritt bei ihm gar nicht erst auf.

8. Permanente Kontrolle
Jeder einzelne, noch so kleine Arbeitsschritt Ihres Azubis sollte stets kontrolliert werden. Das ist eine wichtige Maßnahme, die dazu beitragen soll, dass Ihr Azubi weder Spielraum noch Freiheit für Kreativität eingeräumt bekommt. Führt er einen Arbeitsschritt nicht so aus, wie Sie es getan hätten, reißen Sie die Aufgabe lieber schnellstmöglich an sich und ziehen ihn vom Projekt ab. Sie wollen doch schließlich nicht, dass er lernt selbstständig zu arbeiten und zu denken!

9. Einen forschen Umgangston einhalten
Der Ton macht die Musik. So ist es auch beim Umgang mit Azubis. Nettes oder gar verständnisvolles Geplauder in Zimmerlautstärke führt niemals zum gewünschten Effekt: der volle Gehorsam des Azubis! Deswegen immer daran denken, möglichst laut und rabiat mit Ihrem Azubi zu sprechen. Das tun Sie besonders dann, wenn Ihr Azubi sich einen kleinen Fehler geleistet hat und andere Kollegen in der Nähe sind. So ist es ihm gleich doppelt peinlich und er wird Ihnen künftig aufs Wort gehorchen, um derartige Situationen zu vermeiden.

10. Richtig auflaufen lassen
Ein oder zwei kleine Späße auf Kosten des Azubis, gerade zu Beginn seiner Ausbildung, reichen bei weitem nicht aus. Nehmen Sie ihn so oft es geht, am besten vor versammelter Mannschaft, aufs Korn und machen Sie ihn so zur Lachnummer in Ihrem Unternehmen. Das zerstört nicht nur jeden Funken Selbstwertgefühl Ihres Azubis, sondern sorgt auch für lustige Anekdoten zur Unterhaltung Ihrer Mitarbeiter auf allen betrieblichen Feiern. Gemeinsam (über andere) lachen schweißt ja zusammen!

Klingt nach Stress? Keine Sorge. Sie müssen nicht alle Handlungsanweisungen befolgen. Meist reichen schon zwei oder drei dazu, dem Azubi das Leben ausreichend schwer zu machen.